Roman


Für den Friedrich-Glauser-Preis 2010
in der Kategorie „Roman“ wurden nominiert:
                

Zoran Drvenkar -
Sorry (Ullstein)

Vier Freunde haben die Geschäftsidee ihres Lebens. Sie folgen einem scheinbar harmlosen Auftrag und stehen plötzlich einer grauenvoll zugerichteten Leiche gegenüber. Ein unvorstellbar perfides und grausames Spiel nimmt seinen Lauf.
Eine zutiefst verstörende Geschichte, in der die Grenze zwischen Gut und Böse zunehmend unklarer wird und letztlich ganz verschwindet.
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Horst Eckert -
Sprengkraft (Grafit)

Ein überaus spannender und hervorragend durchkomponierter klassischer Kriminalroman mit einer großartigen und faszinierenden Story, den die ihm innewohnende politische Dimension über herkömmliches Schaffen deutlich hinaushebt. Mit einer präzisen Sprache und eindrucksvoller Bildkraft hält Eckert der heutigen Gesellschaft einen Spiegel vor, in den hineinzublicken mehr als angebracht ist, zeigt Eckert doch jene Mechanismen auf, die schon einmal in die Katastrophe mündeten.
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Jutta Profijt -
Kühlfach 4 (dtv)

Wir kennen alle Spielarten von Ermittlern: Der klassische Kommissar, der Hard-Boiled-Detektiv, eine strickende Miss Marple – doch in Jutta Profijts Kriminalroman „Kühlfach 4“ ermittelt das Mordopfer selbst. Der Kleinkriminelle Pascha findet nicht nur eine Leiche im Kofferraum seines Wagens, sondern kurz darauf selbst den Tod. Auf der Suche nach seinem Mörder irrt er als Geist durch die Flure der Gerichtsmedizin. Hier trifft er auf den korrekten Rechtsmediziner Dr. Martin Gänsewein und bringt diesen dazu, seinen Tod aufzuklären. Jutta Profijt bringt zusammen, was nicht zusammengehört und daraus entsteht eine skurrile Kriminalgeschichte, die sprüht vor Wortwitz, Situationskomik und schrägen Dialogen. Dieser geistreiche Schlagabtausch zwischen der unruhigen Seele eines Mordopfers und einem lethargischen Rechtsmediziner garantiert ein ungewöhnliches Lesevergnügen. Charmant, überraschend und urkomisch.
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Silvia Roth -
Schattenriss (Hoffmann und Campe)

Muss, wer durch die Hölle gegangen ist, vergessen, um zu überleben – oder stirbt mit der Erinnerung auch die Persönlichkeit? Vor dem Hintergrund dieser Frage entfaltet Silvia Roth einen ungemein packenden Thriller um eine Geiselnahme, die ihre Kommissarin in ein dunkles Kapitel der DDR-Vergangenheit führt. Klug. Sprachlich brillant. Psychologisch dicht. Und beklemmend brisant.
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Stefan Slupetzky -
Lemmings Zorn (Rowohlt)

Natürlich geschieht in diesem Buch ein Mord, den der Lemming aufklären wird. Doch die Aufklärung wird begleitet von etwas, das schlimmer scheint als Mord: Lärm. Und jeder, der dem so ausgesetzt ist wie Slupetzkys Figuren, muss verrückt, tollwütig, angriffslustig werden. Sprachlich ist dieses Buch eine Wucht, gewaltig und leicht zugleich, mit Figuren, die bis in die kleinsten Nebenrollen lebendig und vielseitig sind. Intelligentes Lesevergnügen!

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Für den Friedrich-Glauser-Preis, dem Autorenpreis deutsche Kriminalliteratur 2010, konnten deutschsprachige Kriminalromane eingereicht werden, die im Jahr 2009 erstmals erschienen sind (Originalausgaben) - es wurden 288 Titel bei der Jury eingereicht.
Alle eingereichten Bücher finden Sie hier >>

Der Preis in der Sparte „Roman“ ist mit 5.000€ in bar in nicht fortlaufend nummerierten Scheinen dotiert.

Der/die Preisträger/in wird auf dem „Tango Criminale“, der großen Abschlussgala bei der CRIMINALE in der Nordeifel am Samstag, den 11. September 2010 verkündet und geehrt.

Jury-Organisation
Beate Maxian
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