HANSJÖRG-MARTIN-PREIS

Kinder- und Jugendkrimipreis des SYNDIKAT

Für den Hansjörg-Martin-Preis 2010 wurden nominiert:
            


Daniel Höra – Gedisst (Bloomsbury)

Die alte Frau Neuhaus wurde erschlagen, und Alex, der bei ihr Geld gestohlen hat, steht unter Mordverdacht. Seine coolen Freunde rücken von ihm ab, einzig Debbie und Fetcher halten zu ihm – und sein Vater, von dem er das nicht erwartet hätte. Gemeinsam versuchen sie, den wahren Täter zu finden. Daniel Höras Jugendkrimi ist eine eindrucksvolle Milieustudie über Menschen, die am Rand unserer Gesellschaft stehen und deren Leben von Arbeitslosigkeit, Armut und Alkohol geprägt ist. Ein spannendes Buch, das zeigt, wohin Perspektivlosigkeit führen kann – und am Ende doch Hoffnung aufscheinen lässt.

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kreuzberg007 Antonia Michaelis -
Kreuzberg 007, Mission grünes Monster (Oetinger)

Pelles alleinerziehender Vater hat wenig Zeit, aber da sind ja die Nachbarn, die sich kümmern: Maria, der das Café au Spree gehört, oder der Mann, der schöne Wörter sammelt. Und Max und Bella, mit denen Pelle das Spezialteam Kreuzberg 007 bildet, um ein entlaufenes Krokodil einzufangen. Liebevoll zeichnet Antonia Michaelis ihre jungen Helden: Kinder mit pfiffigen Ideen, die sich etwas trauen, aber auch ihre Grenzen erkennen und zur rechten Zeit Unterstützung von Erwachsenen holen. Ein kunterbunter Kinderkrimi voller witziger Einfälle.

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Salah Naoura -
Geheimnis um Baldini (Tulipan)

Der achtjährige Toni lebt mit seiner Mutter in Rom. Als eines Tages ein neuer Mieter ins Haus zieht, geschehen seltsame Dinge. Aber ist der neue Nachbar wirklich blind? Was bedeutet der Hut mit angeklebten Haaren, den Toni in seiner Wohnung findet? Und warum ist der große Pianist Baldini verschwunden, für den Tonis Mutter so schwärmt? Toni kommt nicht nur dem Geheimnis um Grashüpfermusik, Grillengeige und winzigem Vogelpiano auf die Spur, sondern löst ein noch größeres Rätsel. Salah Naoura hat einen ganz besonderen Kinderkrimi für Leseanfänger geschrieben, zauberhaft und voller Poesie.

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Marlene Röder -
Zebraland (Ravensburger)

Vier junge Menschen in einem Auto, ein schrecklicher Unfall und ein totes Mädchen. Die vier begehen Fahrerflucht – aber ihrer Verantwortung können sie nicht entkommen. Ein anonymer Mitwisser fordert für sein Schweigen von jedem ein großes Opfer und verlangt ihnen Dinge ab, die sie für immer verändern werden. In ihrem zweiten Roman führt Marlene Röder ihre Protagonisten an ihre Grenzen und bleibt dabei doch glaubwürdig. Eine spannende Geschichte um Schuld und Sühne, ungewöhnlich erzählt und mit viel Potenzial zum Nachdenken.

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Kathrin Schrocke -
Dorfprinzessinnen (Sauerländer)

Kirsten muss mit ihrer Mutter aufs Land ziehen und befreundet sich mit Patrizia, der schillernden Außenseiterin, die es immer wieder schafft, sich selbst eindrucksvoll in Szene zu setzen. Als Patrizia spurlos verschwindet, glaubt Kirsten zunächst an eine Inszenierung – bis ein Paket mit grauenvollem Inhalt eintrifft und Kirsten erfährt, dass seit fünfzehn Jahren ein weiteres Mädchen aus dem Dorf vermisst wird. In Kathrin Schrockes Jugendroman sind Vergangenheit und Gegenwart unlösbar miteinander verwoben. Endlich kommt ans Tageslicht, was viel zu lange totgeschwiegen wurde und so das Dorf und seine Bewohner vergifteten konnte. Schweigen ist eben keine Lösung.

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Für den Hansjörg-Martin-Preis 2010 konnten deutschsprachige Kinder- und Jugendkriminalromane eingereicht werden, die im Jahr 2009 erstmals erschienen sind (Originalausgaben) - es wurden 56 Titel bei der Jury eingereicht.
Alle eingereichten Bücher finden Sie hier >>

Der Hansjörg-Martin-Preis ist mit 2.500 € dotiert.

Der/die Preisträger/in wird auf dem „Tango Criminale“, der großen Abschlussgala bei der CRIMINALE in der Nordeifel am Samstag, den 11. September 2010 verkündet und geehrt.
           

Zur Geschichte dieses Preises:

Das SYNDIKAT verleiht seit dem Jahr 2000 auf der jährlichen Preisverleihungs-Gala “Tango Criminale” den Hansjörg-Martin-Preis für den besten Kinder- oder Jugendkrimi des Jahres. Der Preis soll an Hansjörg Martin erinnern, der am 11. März 1999 verstorben ist. Hansjörg Martin, Träger des Bundesverdienstkreuzes, war einer der bekanntesten deutschen Kriminalschriftsteller und SYNDIKAT-Mitglied der ersten Stunde. Neben seinen bekannten Erwachsenenromanen (u.a. „Einer fehlt beim Kurkonzert“, „Gefährliche Neugier“) hat er viele Kinder- und Jugendbücher geschrieben (u.a. „Die Sache im Stadtpark“, „Überfall am Okeechobee“). Insgesamt waren es mehr als 90 Titel, von denen einige in 16 Sprachen übersetzt und verfilmt wurden. Martin war 1964 der Erste, der dem stern einen deutschen Krimi als Fortsetzungsroman verkaufen konnte. 1989 wurde Hansjörg Martin mit dem EHRENGLAUSER für seine Verdienste um das Genre ausgezeichnet. Der Hansjörg-Martin-Preis ist mit 2.500 Euro dotiert und wird von einer Jury vergeben, in der Autoren sowie Kinder und Jugendliche mitwirken.

Jury-Organisation
Barbara Wendelken
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