
© Foto: Ralf Burgstaller
J Q BURGstaller
Die Digitale Nomadin wohnt auf dem Segelkatamaran «Kisiwa», liebt die
Spannung, entdeckt ständig andere Welten. 77 bereiste Länder brachten
bisher viel Inspiration. Ihr Sprachstudium und ihr Beruf als Sprachdozentin
verschafften ihr theoretischen Hintergrund zur Schreibkunst.
Sie teilt gerne Gedanken, vor allem Perspektivenwchsel, Erfahrungen und Wissen, auch in ihren Schreib- und Leseretreats. Als Trainerin und Coach sind ihre Schwerpunkte das
Reisen und Linguistik. Kulturgeprägt in Österreich und der Schweiz, sieht sie
sich als Europäerin. Hobbys: Schreiben, Lesen, Sport (Schifahren,
Snowboarden, Fliegen, Segeln, Tauchen)
"Das Buch ist definitiv anders. Die Spannung, die mit einem Thriller einhergeht, ist präsent. Gleichzeitig ist in der Geschichte geballte Gesellschaftskritik: Kritik am Schulsystem, am Patriarchat, am Umgang mit Frauen, an Macht. Diese Mischung hätte ich mir so nicht in einem Thriller erwartet und auch nicht dasss es mcih in diesem Maße anspricht." (mo.ni.books. MACHTFACH. Hierarchie tötet. Ein Schulthriller) "Dass die Autorin eine ausgezeichnete Stilistin ist, wird bereits nach dem dritten Satz klar. Nachdem man die erste Geschichte vernascht hat, kann man der zweiten nicht widerstehen. Jede Story spannend und mit einem überraschenden Ende. Und eh die Nacht zuende ist, hat man sich alle 14 einverleibt und darf sich auf die sicher ebenso brillante Sommerausgabe freuen." (B.S. Rutel. Minischauer to go. Frühlingsausgabe) "Die Minischauer sind kurze Triller spannend geschrieben. Die passende halbe Lesestunde vor dem Einschlafen!" (Ralf Gazda. Minischauer to go. Winterausgabe) "Dieses Buch enthält 14 Kurzgeschichten rund um Themen wie Rache, Verfolgung und mysteriöse Todesfälle. Die Geschichten sind abwechslungsreich, spannend und schnell gelesen. Klare Empfehlung!" (E. T. Minischauer to go.)
Bücher von J Q BURGstaller
Leseproben & Dokumente
Umweltleichen
Da kommt ja was zu tun. Zwar hat sie sich gefreut, hier in der Kleinstadt ihrem Job gewachsten zu sein, ohne eines vorprogrammierten Burn-Outs, Bore-Out wäre keine Alternative. Die Kollegen hieven den schweren, mit der Leiche gefüllten Sack auf ihren Seziertisch. Leicht sind sie nie, aber die hier scheint ein besonderes Früchtchen zu sein. Obwohl die Transportverpackung professionell geschlossen ist, steigt ihr der strenge Geruch in die Nase, den sie, trotz ihrer Sensibilität, gewöhnt ist. Diese hat ihr oft auf die richtige Spur geholfen. Die Evolution hat dafür gesorgt, dass bei ihr die olfaktorischen Sinne wie die eines Schafes ausgeprägt sind. Dieses Talent klopft bei ihr an und teilt ihr mit, dass da irgendetwas nicht stimmt. Die verdampfenden Partikel verdichten sich in ihrem Riechkolben und vernehmen sich anders, als sonst. Sie öffnet den Reissverschluss, die helfenden Herren ziehen das Stück Kunststoff unter dem toten Körper weg.
Wieder alleine in ihrem Reich beschäftigt sie sich mit dem Neuankömmling, oder der Neuangekommenen? Anders als sonst ist das nicht flott herauszufinden. Äusserst entstellt ist sie, aufgeschwemmt und dennoch trocken. Oje, das arme Putzpersonal. Sie wird nicht alle Maden und Würmer so schnell umbringen können, dass nicht doch einige zwischenzeitlich auf den sterilen Boden kriechen. Die Insektenvernichtungsmittel sind derartig intensiv, dass sie sich mit einer dichtenden Maske bewaffnet, um sich vor Frühpension wegen kaputter Lunge zu schützen.
Bis zur Mittagspause findet sie Folgendes heraus: Weiss, männlich, Alter zum Todeszeitpunkt circa 50, schlag auf den Hinterkopf, jedoch ertrunken, lange im Wasser gelegen, dann an der Oberfläche auf der, dem Boden abgewandten Seite ausgetrocknet wie ein Stück Leder.
Das Essen schmeckt ihr wie immer. Sie lässt sich von nichts und niemandem den Appetit verderben. Sie kann sich Zeit lassen. Statistisch gesehen ist mindestens ein halbes Jahr Ruhe, bis ein Kleinstadtbewohner sich erneut wichtig machen und seine verstorbene Oma einer exakten Untersuchung unterziehen will, um sicherzugehen, dass er auf kein, ihm zustehendes Erbe verzichtet. Nach ihrem Spargelrisotto mit Parmesan und grünem Salat aus der Kantine macht sie sich wieder auf den Weg in den letzten, untersten Trakt des Spitalgebäudes. Dieser übernimmt zusätzlich die polizeiliche Forensik, weil sich eine eigene Abteilung aufgrund des geringen Aufkommens, nicht lohnen würde.
Was ihr fehlt, ist der Todeszeitpunkt. Schwierig bei jemandem, die so lange nach dem Ableben baden gegangen war. Abgesehen von biologisch-physiologisch-medizinischen Untersuchungen, sind die Gegenstände und die Kleidung,
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Weiter geht's in der der Serie "Minischauer to go. 14 (ent)spannende Kurzgeschichten für den schnellen Nervenkitzel unterwegs".
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