Der Preis in der Kategorie "Jugendkrimi" geht an Nina Scheweling. Die Auszeichnung wurde am Samstag, den 9. Mai  2026, in einer großen Gala im Rahmen der CRIMINALE in Salzburg verliehen. Der Preis ist mit 2.000 Euro in bar in nicht fortlaufend nummerierten Scheinen dotiert.

Glauser2026 Jugendkrimi

 

 

 

 

 

 

 

preisträgerin des GLAUSER 2026 in der Kategorie "Jugendkrimi": Nina Scheweling: Academy of lies - Anatomie einer Verschwörung (Loewe)

 

Academy of lies

Scheweling Nina Loewe Verlag Foto Peter Fraensemeier 300dpi

Nina Scheweling

Academy of lies - Anatomie einer Verschwörung (Loewe)

(Foto © Peter Fraensemeier)

Quinn Schreiber wird sterben. Das Mindesthaltbarkeitsdatum ihres Spenderherzens ist fast erreicht. Um den Tod zu verstehen, nimmt sie ihr Medizinstudium an der Eliteuniversität auf. Ihr Bruder Flo ist „einer von den Guten“. Er studiert Medizin, um Menschen zu helfen und die Welt zu verbessern. Für Quinn jedoch ist klar: Wenn sie schon sterben muss, dann will sie wissen, was dabei genau passiert.

Sie setzt sich intensiv mit den verschiedensten Todesarten auseinander und schottet sich von ihren Mitmenschen ab. Statt ihren 18. Geburtstag zu feiern, lässt sie sich in der Bibliothek einschließen und beobachtet von dort den Mord am Rektor der Akademie. Wenig später stirbt eine Studentin. Ausgerechnet Quinns Bruder, der Einzige, dem sie Zugang zu ihrem Leben gewährt, gerät ins Visier der Ermittlungen.

Quinn will herausfinden, was wirklich geschehen ist. Dafür muss sie den Lügen der Akademie und dunklen Familiengeheimnissen auf die Spur kommen. Schrittweise lässt Quinn Licht ins Dunkel des alten Hauses ihrer Großeltern und in ihr Leben. Je tiefer sie in das Geflecht hinter den Klostermauern der Akademie eintaucht, desto wertvoller wird ihr das Leben – und desto stärker gerät es in Gefahr. 

Nina Scheweling ist ein herausragendes Buch gelungen, das durch eine spannende Story und eine stachelige Protagonistin besticht, die einem in ihrer Verletzlichkeit ans Herz wächst. Für allzu zart besaitete Leser sind die eingeschobenen anatomischen Abhandlungen schwer verdaulich. Wer sich für Medizin interessiert, kommt auf seine Kosten – auch Erwachsene können dabei eine Menge lernen. Vor allem nimmt man viel zum Nachdenken mit: Was ist das Leben wert, wenn ein Mensch die Persönlichkeit verliert? Darf man solche Entscheidungen für jemand anderen treffen? Ein Medizinthriller mit philosophischen Nebenwirkungen.

 

 Außerdem nominiert waren:

Alexandra Fischer-Hunold: Fräulein Florentines Gespür für Mord (Ueberreuter)

Antonia Michaelis und Peer Martin: Tomorrow Land (Oetinger)

 

 Jury:

Heike Gerdes, Oliver Schlick, Elisabeth Herrmann,  David Frogier de Ponlevoy  und Anke Kemper (Juryrganisation)

 (Die Aussschreibungen für das Jahr 2027 finden Sie hier.)