Wir stellen euch, nach und nach, die Nominierten der GLAUSER-Preise vor.


Tomorrow land
Michaelis Antonia Foto Joerg Schwalfenberg

Peer Martin, PressephotoAntonia Michaelis (Foto © Joerg Schwalfenberg) und Peer Martin (Foto © Catherine Martin)

Tomorrow Land (Oetinger)

Es beginnt mit einem Sturm, einem Unwetter. Das Klima ist außer Kontrolle. Wie so vieles in diesem dystopischen Politroman; im Einparteienstaat Deutschland. Unsere Protagonisten fliehen. Hannes, weil er im Gefängnis saß, und Moa, weil er als Nigerianer gar nicht hier sein dürfte. Gemeinsam mit Greta-Anna, der Tochter aus der Machtelite, werden sie Verbrechen unvorstellbaren Ausmaßes aufdecken.

Antonia Michaelis und Peer Martin drehen in ihrem düsteren Thriller die Temperatur so hoch, dass es bisweilen schwer auszuhalten ist. Das ist Absicht. Denn ihre Zukunft ohne Rechtsstaat, ohne Regen und ohne Hoffnung ist nicht weit entfernt. Die beiden schicken uns auf eine atemlose Lektüre, ziehen uns mit schillernden Figuren und temporeichen Gefahren in einen Sog, und verweben dabei die menschenverachtendsten Ideen vergangener Diktaturen mit den albtraumhaftesten Zukunftstechnologien. Geschaffen haben sie einen wichtigen, einen aufrüttelnden Jugendroman in der besten Tradition mahnender Klassiker.