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Nur Bücher ausleihen war gestern. Unter jungen Menschen haben sich öffentliche Bibliotheken längst zu „Dritten Orten” entwickelt. Dritte Orte sind soziale Treffpunkte jenseits von Zuhause (erster Ort) und Arbeitsplatz oder Schule (zweiter Ort). Gemeinsames Kennzeichen Dritter Orte ist, dass sie nicht zum Konsum verpflichten, Kultur, Bildung und Begegnung ermöglichen. Genau aus diesem Grund kommen Bibliotheken bei Jugendlichen gut an. Das zeigt eine aktuelle Studie, die der Landesverband Baden-Württemberg des Deutschen Bibliotheksverbands vorgestellt hat. So wurden 2024 die Bibliotheken im Land mehr als 14,8 Millionen Mal besucht. Besonders häufig anzutreffen war die Altersgruppe unter 30 Jahren. Was schätzen die Befragten besonders an ihrem Dritten Ort? In erster Linie die ruhige Arbeits- und Lernplätze sowie die Möglichkeit, sich mit Gleichaltrigen zu treffen.